Mit Lesen, Schreiben, Rechnen gegen Armut und Diskriminierung

Sie gehören zur Urbevölkerung Burundis. Tausende von Jahren zogen sie als Nomaden durch den Regenwald und wussten alles über dessen Ökosystem. Dann begann die Abholzung der Wälder, um Platz für Farmen zu machen. Blutige Bürgerkriege und Naturkatastrophen trugen zusätzlich dazu bei, dass die Batwa ihren traditionellen Lebensraum verloren haben.

Heute machen die Batwa nur noch 1 bis 2 Prozent der Gesamtbevölkerung von Burundi aus. Als Pygmäen werden sie in ihrer eigenen Heimat ausgegrenzt und diskriminiert. Die Batwa-Männer kennen sich nur mit der Jagd auf wilde Tiere aus, die aber inzwischen verboten ist. Deshalb fehlt es an Nahrung. Auch die lebenswichtige Naturmedizin kann nicht mehr praktiziert werden. Damit ist für die Batwa die gesamte kulturelle Identität weggebrochen.

Leben von 3 Euro pro Woche

Die meisten Batwa leben in bitterer Armut. In ihrer Not arbeiten sie vor allem als Landarbeiter und Kleinstbauern oder verdienen ihr Geld mit Töpferei. In guten Zeiten verdienen sie 3 Euro pro Woche. Zum Vergleich: Ein Kilo Reis kostet in Burundi etwa 3,75 Euro, ein Kilo Mehl 3,40 Euro, ein Liter Milch 1,25 Euro. Deshalb müssen selbst die Kinder sich Gelegenheitsjobs suchen, um das Haushaltsgeld aufzubessern. Schulgeld können diese Familien aus eigener Kraft nicht aufbringen.

Diskriminierung wegen starkem Akzent


Ein weiterer Grund für die Diskriminierung der Batwa: Sie sprechen die Landessprache Kurundi mit einem starken Akzent aus. Dadurch heben sie sich deutlich vom Rest der Bevölkerung ab. Gerade die jungen Batwa benötigen eine Perspektive für die Zukunft. Dafür braucht es vor allem eines: Bildung. 

Das Projekt: Schulneubau


Die Förderung dient dazu, eine neue Schule zu bauen. Die von Eltern und Gemeinde gebaute alte Schule aus Lehm kann nur noch begrenzte Zeit genutzt werden und bietet auch nicht genug Platz für alle Kinder. Derzeit wird sie von 425 Jungen und Mädchen besucht. Die neue Schule wird noch mehr Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Geplant sind 9 Klassenzimmer à 56 qm, ein Büro für die Schulleitung und Toiletten mit Klärgrube.

Bildung als Chance


Die Stiftung Weltkirche hat beschlossen, den Batwa in der Gemeinde Muyange zu helfen. Dort leben mehr als 3.700 Batwa-Familien, deren Kinder eine grundlegende Schulbildung erhalten sollen. Sie lernen Lesen, Schreiben, Rechnen sowie eine korrekte Aussprache. Damit eröffnen sich für die Batwa-Kinder Chancen auf Integration, einen guten Beruf und ein selbstbestimmtes Leben.

Großes Interesse an Bildung


Die jetzige Schule wird von etwa gleich vielen Mädchen und Jungen besucht: Ein deutliches Zeichen, dass die Batwa ein sehr großes Interesse an Schulbildung haben. Die neue Schule wird Kindern und Jugendlichen eine nachhaltige Perspektive bieten, damit sie unabhängig von ihrer religiösen, kulturellen oder ethnischen Zugehörigkeit in Würde leben, ihre Gestaltungskräfte entfalten und ihre Lebensbedingungen eigenverantwortlich mitbestimmen können.

Wir helfen – mit Ihrer Hilfe!

Die Stiftung Weltkirche der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist stolz darauf, die Umsetzung dieses Projektes zu unterstützen. Denn der Schulneubau für die Batwa in Burundi entspricht genau dem Ziel, das auch die Stiftung verfolgt: Menschen zu helfen, die nicht im Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit stehen. Gerade diese Menschen benötigen unseren besonderen Beistand.

Lassen Sie uns gemeinsam etwas tun! Stehen Sie Menschen dieser Welt zur Seite, die sonst allzu leicht vergessen werden. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende, damit wir dieses und viele weitere Projekte umsetzen können. Vielen Dank!

Weihnachtsprojekte 2016

Gruppe aus Batwa-Kinder

Bildungschancen für Kinder in Ostafrika

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Kind im Krankenbett. Schwester und Mutter sitzen besorgt dabei.

Wenn die Geschwister zu kurz kommen

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Junge, glückliche Frau

Medizinstudium statt Schulabbrecherin

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Ein Bildstock zum Anfassen

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links Frau Irmgard Maier, rechts Frau Karin Heckmann

Einstieg – Umstieg – Aufstieg

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